1. Einleitung

- "Wenden Sie sich an den Anwalt Ihres Vertrauens!"

In vielen von Anwälten verfassten Artikeln wird zum Schluss aufgefordert: "Wenden Sie sich an den Anwalt Ihres Vertrauens!" Auch ich habe zu Beginn meiner Anwaltstätigkeit aus Marketinggründen in Aufsätzen ebenso formuliert und um Vertrauen geworben.

- "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"?

Doch mit dem "Vertrauen" ist das so eine Sache. Sicherlich kennen Sie den alten Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Wie also können Sie sicherstellen, dass Sie nicht "blind" vertrauen? Dazu möchte ich Ihnen im Folgenden ein paar Gedanken* anbieten.

2. Keinem vertrauen: Die sichere Methode?

Am einfachsten erscheint zunächst die Methode: "Ich vertraue Keinem". Klingt gut, blindes Verrtrauen ist damit ausgeschlossen. Die konsequente Umsetzung dieser Methode ist jedoch wohl unrealistisch. Denn schon bei den alltäglichen Dingen wie Essen, Trinken und Schlafen müssen Sie zunächst darauf vertrauen, dass Nahrung und Getränke nicht ungeniessbar (und schon mal gar nicht gesundheitsgefährdend) sind und Sie sich erst einmal unbesorgt zum Schlafen niederlegen können. Damit scheidet diese Methode also aus.

3. Vertrauenswürdig

Nicht nur Anwälte, alle wollen vertrauenswürdig sein. Wem Vertrauen geschenkt wird, der fühlt sich offenbar gewürdigt; wem das Vertrauen vorenthalten wird, der fühlt sich wohl eher entwürdigt. Da darin oftmals ein Mangel an Wertschätzung gesehen wird. Wird einem anderen Vertrauen entgegengebracht, so verzichtet derjenige, der vertraut zunächst einmal auf ein Stück an eigener Macht. Der andere, demjenigen, dem Vertrauen entgegengebracht wird, wird dadurch im Selbst-Vertrauen gestärkt. Denn ihm wird etwas zugetraut.

- Vertrauen erzeugt Selbstvertrauen

Dadurch setzt sich ein "Ping-Pong-Spiel" in Bewegung: Das erhaltene Vertrauen setzt Mut, Zuversicht und Kreativität frei und erzeugt somit Selbstvertrauen. Dieses wiederum stärkt das Vertrauen bei dem, der vertraut. Im Idealfall wächst dann das Vertrauen - sowohl das Fremd-Vertrauen wie auch das Selbst-Vertrauen - stetig.

weiter: 4. Was ist Vertrauen?

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* Der Artikel beruht auf den von Wilhelm Schmid, Die Liebe neu erfinden, 2010 S. 129 ff. geäußerten Gedanken.

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